Gemeinde St. Stefan im Gailtal

Allgemeine Informationen zur Flüchtlingssituation

zur Übersicht

Geflüchtete Personen aus der Ukraine erhalten einen sogenannten „Vertriebenen-Status“, der rückwirkend ab 24.02.2022 erwirkt werden kann.

 

Sollte in der Zeit vom 24.02.2022 bis zur Registrierung eine Krankenversicherungsleistung in Österreich notwendig geworden sein, wird diese Leistung rückwirkend abgerechnet. Dieser „Vertriebenen-Status“ bleibt für mindestens ein Jahr bestehen und kann bis auf zwei Jahre verlängert werden, je nach Situation in der Ukraine.

 

 

Aktuell muss kein Asylantrag gestellt werden, sondern es erfolgt die Registrierung durch die Polizei in Kärnten an folgenden Standorten:

  • Bundesbetreuungseinrichtung Villach-Langauen (9500 Villach, Tiroler Straße 178) am Montag, Mittwoch und Freitag von 8:30 bis 11:00 Uhr sowie von 14:00 bis 16:00 Uhr.

  • Polizeiinspektion Klagenfurt Fremdenpolizei (9020 Klagenfurt, Ebenthaler Straße 6) nur noch am Montag, Mittwoch und Freitag von 8:00 bis 16:00 Uhr.

Für die Registrierung ist der Reisepass oder andere Urkunden zur Feststellung der Identität und - falls bereits vorhanden - der Meldezettel mitzunehmen. Jeder zu Registrierende muss persönlich erscheinen (Fingerprint)!

Es ergeht der Appell an alle sich unbedingt registrieren zu lassen, unabhängig davon, ob sie in einer privaten Unterkunft in Kärnten, einer Unterkunft der BBU oder in einem Erstversorgerquartier des Katastrophenschutzes befinden.

Die registrierte Person erhält binnen einer Woche eine sogenannte „Blaue Karte“ zugesandt.

Mit dieser Karte erhält man Leistungen wie z. B. Zugang zum Arbeitsmarkt, Sozialleistungen, Wohnraum, medizinische Versorgung und Bildungsangebote.


Alle aus der Ukraine Vertriebenen können bei den wöchentlichen Terminen der „Team Österreich Tafel“ des Roten Kreuzes Essenspakete abholen. Vorzuweisen ist der ukrainische Reisepass.
Die Termine und Standorte findet man unter ukraine-info.ktn.gv.at und www.roteskreuz.at/kaernten/ich-brauche-hilfe/team-oesterreich-tafel

 

ACHTUNG BEI PRIVATER UNTERKUNFT/QUARTIERSVERGABE!
Bleibt eine vertriebene Person aus der Ukraine nach erfolgter Registrierung in einer privaten Unterkunft bzw. einer Wohnraumspende und wird ein Landesgrundversorgungsquartier nicht in Anspruch genommen, wird angeraten, mit dieser Person einen Mietvertrag (Mustervereinbarung über Abteilung 13 erhältlich) um einen symbolischen Euro abzuschließen, sodass nach erfolgter Überprüfung des Mietvertrages die zustehenden Leistungen der Landesgrundversorgung (Unterstützungsleistung für Miete und Verpflegung) ausgelöst werden können.

Entsprechend dem Meldegesetz haben Personen, die mehr als drei Tage in Österreich Unterkunft nehmen, eine diesbezügliche Meldung bei der zuständigen Meldebehörde (Gemeinden/Magistrate) vorzunehmen.

In beiden Fällen (Landesgrundversorgungsquartier oder private Unterkunft) können nach erfolgter Registrierung und Erhalt der „blauen Karte“ die oben angeführten Leistungen der Richtlinie in Anspruch genommen werden.
 

WEITERE INFORMATIONEN ZU DEN ANGEFÜHRTEN LEISTUNGEN

  • Kinderbildungs- und –betreuungseinrichtung: Kontaktaufnahme mit jeweiliger Gemeinde/Stadt
  • Für den Schulbesuch senden Sie bitte eine E-Mail an: servicestelle@bildung-ktn.gv.at. (Schicken Sie bitte den Meldezettel mit Ihrer derzeitigen Adresse in Kärnten mit.)
  • Kontaktaufnahme mit dem AMS für Informationen zu Arbeitsmarktangeboten sowie Förderangeboten über: ukraine@ams.at (Vor Beginn einer Beschäftigung muss das AMS eine gültige Beschäftigungsbewilligung erteilen.)
  • Pflichtversicherung lt. ASVG gilt mit Tag der Ankunft bzw. Registrierung.

Zur Verfügungstellung privater Quartiersangebote :
Wer in Kärnten eine Unterkunft für geflüchtete Menschen zur Verfügung stellen möchte, kann sich unter der Telefonnummer 050 536 33030 informieren und Angebote per E-Mail an quartiere@ktn.gv.at bzw. nachbarschaftsquartier@bbu.gv.at richten.

Wichtiger Hinweis Sach- und Geldspenden:
Die humanitäre Katastrophe in der Ukraine ist groß. Aus der Kärntner Zivilgesellschaft kommen täglich unzählige Hilfs- und Spendenangebote. Wichtig ist eine koordinierte Abwicklung, damit die Hilfe tatsächlich dorthin gelangt, wo sie dringend gebraucht wird. Professionelle Hilfsorganisationen haben dafür jahrelange Erfahrungen und Fachwissen, außerdem verfügen sie über eine auf solche Situationen abgestimmte Infrastruktur. Von selbst gesammelten Sachspenden und einem selbständigen Transport in Krisengebiete wird dringend abgeraten.

 

Die Gemeinde Velden hat folgende Spendenkonten eingerichtet:
Empfängername: Marktgemeinde Velden am Wörthersee - Spendenkonto
Verwendungszweck: Velden hilft der Ukraine
Raiffeisenbank Region Wörthersee IBAN: AT43 3939 0000 0052 5444 BIC: RZKTAT2K390 oder
Volksbank Velden IBAN: AT82 4213 0901 0103 5096 BIC: VBOEATWWKLA


Weitere aktuelle Informationen finden Sie unter:
https://ukraine-info.ktn.gv.at

Weitere Infos unter:
Asylkoordination Österreich www.asyl.at
Bundesagentur für Betreuung und Unterstützungsleistungen (BBU) www.bbu.gv.at

Informationen zur Schulpflicht in Österreich für "Familien NEU in Kärnten" finden Sie hier:
https://www.bmbwf.gv.at/Themen/schule/schulsystem/sa.html
https://www.bildung-ktn.gv.at
 

Seite /
Spendenherz UkraineInformationsblatt der Bildungsdirektion